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Holger J. Haberbosch
Holger J. Haberbosch
Rechtsanwalt und
Fachanwalt für Steuerrecht
Fachanwalt für Erbrecht
Zertifizierter Berater für Internationales Steuerrecht (DAA)


Dreikönigstraße 12
79102 Freiburg
Tel 0761 / 29 67 88-0
Fax 0761 / 29 67 88-10
haberbosch@umsatzsteuer-beratung.de

Rechtsgebiete:
– Steuerrecht
– Steuerstrafrecht
– Erbrecht

Thema: innergemeinschaftliche Lieferung

12.10.2010

Steuerliche Folgen bei Einbindung in ein Umsatzsteuerkarussell

Bei Einbindung in ein Umsatzsteuerkarussell ist sowohl der Vorsteuerabzug für Eingangsrechnungen als auch die Steuerfreiheit bei innergemeinschaftlichen Lieferungen grundsätzlich zu versagen, wenn die Lieferanten oder Abnehmer lediglich als misssing trader fungiert haben, ein Gutglaubensschutz besteht insoweit nicht.

FG Saarland Urteil vom 30.06.2010 – 1 K 1319/07

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12.10.2010

Grundsätzliches zum Umsatzsteuerkarussell

Das FG Saarland hat in einer grundlegenden Entscheidung ausführlich das Vorgehen und die Funktion eines Umsatzsteuerkarussells beschrieben. Die dort gemachten Ausführungen sind Grundlage der mittlerweile zahlreich ergangenen Rechtsprechung.

FG Saarland: Beschluss vom 13.05.2003 – 1 V 22/03

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09.09.2009

Ort der sonstigen Leistung bei Untersuchung von Blutproben

Ein Tierarzt, der zugesandte Blutproben aus dem EU-Ausland untersucht und die Untersuchungsergebnisse den Auftraggebern zur Verfügung stellt, erbringt keine gutachterliche Tätigkeit, sondern Arbeiten an beweglichen körperlichen Gegenständen, die stets am Tätigkeitsort ausgeführt werden.

Urteil des Niedersächsischen FG vom 09.09.2009 Az. 5 K 211/04 u.a. mehr

26.08.2009

Vorliegen eines Reihengeschäftes

Das Vorliegen eines Reihengeschäftes im Rahmen einer innergemeinschaftlichen Lieferung muss vom Steuerpflichtigen bewiesen werden, die bloße Behauptung es habe sich um ein Reihengeschäft gehandelt reicht nicht aus.

Beschluss des FG München vom 26.08.2009 Az. 3 V 1503/09 mehr

20.08.2009

Buch- und Belegnachweis sind keine materiellen Voraussetzungen der Steuerbefreiung

Buch- und Belegnachweis sind keine materiellen Voraussetzungen der Steuerfreiheit wenn die Voraussetzungen auch auf andere Art beweisbar sind. Die unklare Rechtslage im Zusammenhang mit innergemeinschaftlichen Lieferungen unter falscher Angabe der Abnehmer bezüglich der Frage, ob die Steuerfreiheit dieser Umsätze zu versagen ist, rechtfertigt die Aussetzung der Vollziehung bis zum Abschluss des vor dem EuGH anhängigen Verfahrens.

Beschluss des FG München vom 20.08.2009 Az 14 V 521/09 mehr

07.07.2009

Keine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung wegen falscher Angaben

Der BGH stellt sich im parallel zum Finanzgerichtlichen Verfahren ( FG Baden-Württemberg Az.: 1 V 4305/08 ) laufenden strafgerichtlichen Verfahren auf einen anderen Standpunkt und geht von der Versagung der Steuerfreiheit aus. Angesichts dieser unterschiedlichen Rechtsansichten wurde die streitentscheidende Frage dem EuGH zur Entscheidung vorgelegt.

EuGH- Vorlage BGH 07.07.2009 Az 1 StR 41/09 mehr

30.04.2009

Schaden im Umsatzsteuerkarussel

Die Bemessung des Schadens bei einem Umsatzsteuerkarusselgeschäft bei der Strafzumessung richtet sich nach dem im Gesamtsystem verursachten Schaden.

Urteil des BGH vom 30.04.2009 Az. 1 StR 342/08 mehr

11.03.2009

Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung trotz falscher Angaben

Das Vorliegen der Voraussetzungen einer innergemeinschaftlichen Lieferung muss anhand von objektiven Gesichtspunkten geprüft werden. Verschleiert ein Exporteur seine wahren Abnehmer, kann im Nachhinein aber festgestellt werden, dass die Voraussetzungen einer innergemeinschaftlichen Lieferung erfüllt sind, so sind die Lieferungen steuerfrei. Es bestehen weiterhin erhebliche Zweifel, ob allein die Tatsache, dass der Leistende dem Empfänger ermöglicht hat Umsatzsteuer im Bestimmungsland zu hinterziehen, dazu führt, dass die Steuerfreiheit im Ursprungsland zu versagen ist.

Beschluss des FG Baden-Württemberg vom 11.03.2009 Az. 1 V 4305/08 mehr